Standpunkte

Bei der Grünen Gentechnik führt eine reine Technologie-Debatte nicht weiter
Hilfswerke legen Wert darauf, in den überregionalen, meinungsführenden Medien präsent zu sein. Doch das reicht nicht: Auch lokale Zeitungen berichten über entwicklungspolitische Themen – und oft gar nicht mal schlecht. Das ist wichtig, um entwicklungspolitisches Engagement in die Breite zu tragen.
Im kommenden Jahr ziehen die internationalen Truppen aus Afghanistan ab. Das könnte den Frauen die mühsam errungenen Freiheiten wieder nehmen. Erste Anzeichen gibt es bereits.
Die von den Swiss-Leaks-Dokumenten aufgedeckte Steuerflucht zeigt einmal mehr: Die Entwicklungspolitik muss mehr gegen die Kapitalabflüsse aus armen Ländern unternehmen.
Man muss fürchten, dass eine große Koalition in Berlin den Ausbau der erneuerbaren Energien zugunsten der Kohle abbremst
Chinas Führung ist entsetzt: Ihre Kader klauen nicht nur, sie fangen auch noch an zu beten.
Der automatische Informationsaustausch von Steuerdaten ist nur eine Frage der Zeit. Die Schweiz sollte die Rahmenbedingungen aktiv mitgestalten. Sonst wird sie eines Tages von den USA und Europa dazu gezwungen.
Die entwicklungspolitische Bildungsarbeit in Deutschland ist zu großen Teilen rassistisch – diesen Vorwurf der Berliner Gruppe GLOKAL hat Georg Krämer vom Welthaus Bielefeld in der Septemberausgabe von „welt-sichten“ scharf zurückgewiesen. Für Aram Ziai von der Universität Kassel entspringt Krämers Kritik zum Teil einem Abwehrreflex: In der Entwicklungspolitik Engagierte halten es schwer aus, wenn man sie mit der kolonialen Erblast ihrer Arbeit konfrontiert.
Auf dem Papier ist die Sklaverei abgeschafft, aber im Rahmen globalisierter Handels- und Produktionswege blüht sie mehr denn je.
Die Viktoriafälle sind für Opis – wer junge zahlungskräftige Touristen ins Land holen will, muss mehr Kick bieten. Simbabwes Regierung hat das verstanden: Ein „Disneyland in Afrika“ soll an dem Naturwunder entstehen.
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