Landwirtschaft
Eigentlich soll es in der German Food Partnership um den Kampf gegen Hunger gehen. Doch die Grünen und nichtstaatliche Hilfsorganisationen fürchten, dass Unternehmen die Partnerschaft für Werbezwecke nutzen – mit Förderung der Bundesregierung.
Mikrokredite allein reichen nicht: Der Entwicklungsfinanzierer Oikocredit will stärker zum Aufbau landwirtschaftlicher Wertschöpfungsketten beitragen und vergibt mehr direkte Darlehen an Betriebe und Genossenschaften.
Zum Tag der Landlosen am 17. April machen Hilfsorganisationen auf den Landraub großer Konzerne aufmerksam. Doch nicht jede Agrarfirma geht rücksichtslos vor. Gadco zum Beispiel investiert in Ghana in den Reisanbau und setzt auf enge Zusammenarbeit mit Kleinbauern. Bisher sind alle zufrieden – doch Risiken bleiben.
Die EU werde die Subventionen für Exporte landwirtschaftlicher Produkte nach Afrika abschaffen, kündigte EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos Mitte Januar an. Doch in den vergangenen Jahren haben die Exporthilfen ohnehin kaum noch eine Rolle gespielt.
Bei seinem ersten öffentlichen Auftritt Ende Januar skizzierte Entwicklungsminister Gerd Müller sein Programm für die kommenden Jahre. „Sie werden mich noch kennenlernen“, schallte die zweideutige Ansage des Neulings.
Ein flammendes Plädoyer für die weltweite Abkehr von der industrialisierten Landwirtschaft hat die UN-Konferenz zu Handel und Entwicklung vorgelegt. Scharf kritisiert werden etwa der hohe Einsatz von Kunstdünger und die industrielle Tiermast.
Der neue Bericht der FAO über die globale Verbreitung des Hungers ist ein echter Fortschritt. Die UN-Organisation liefert ein differenziertes Bild und gezielte Ratschläge für den Kampf gegen den Hunger.
Fremdes Vieh frisst den jungen Mais, Hirten kommen mit ihren Herden nicht mehr zur traditionellen Wasserstelle: Konflikte zwischen Bauern und Nomaden führen in Westafrika immer wieder zu Gewalt. Gelöst werden können sie nur von den Beteiligten selbst.
Land gehört in Privatbesitz – sonst gibt es keinen Wohlstand. So zumindest sieht es die Weltbank. Die Menschenrechte und eine gerechte Landverteilung interessieren sie nicht. Höchste Zeit, dass andere Gremien mit mehr Legitimation die Führung in der globalen Landpolitik übernehmen.
In Kenia dürfen Frauen kein Land besitzen. So will es das traditionelle Recht, auch wenn die neue Verfassung etwas anderes sagt. Manche Frauen wollen das ändern, andere verzichten freiwillig.
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