Klimawandel zum Anschauen

Esther Gonstalla: Atlas eines bedrohten Planeten. 155 geniale Grafiken für alle, die die Welt retten wollen. Oekom-Verlag, München 2023, 224 Seiten, Hardcover 29 Euro, E-Book 22,99 Euro

Das leicht verständliche Buch „Atlas eines bedrohten Planeten“ erklärt anhand von 155 Grafiken das Ökosystem der Erde und wie es sich verändert – und bietet einen guten Überblick.

Der Klimawandel ist in aller Munde. Doch wie genau funktionieren die Ökosysteme unserer Erde und wie verändern sie sich nun? Einen Überblick bietet der „Atlas eines bedrohten Planeten“ von Esther Gonstalla. In 155 Grafiken zeigt die Infografikerin und Autorin, wie sich der Klimawandel auf die Regionen der Erde auswirkt. Dafür hat sie in jeder Grafik mehrere wissenschaftliche Studien zusammengefasst, beispielsweise von der UNO oder der Yale-Universität. 

Der Atlas gliedert sich in vier Teile. Im ersten Teil zur Atmosphäre geht es um Luft, Wetter und Klima; im zweiten zur Hydrosphäre um Wasser. Der dritte Teil zur Biosphäre gibt Erklärungen zu Böden, Pflanzen und Tieren. Der abschließende vierte Teil enthält Grafiken zur Anthroposphäre, also dem, was vom Menschen geschaffen wurde. Hier geht es beispielsweise um die Auswirkungen von Landwirtschaft, Industrie und Infrastruktur. 

Jeder Buchteil beginnt mit grundlegenden Informationen, auf die die Autorin dann weiter aufbaut. So zeigt das Biosphärekapitel eine Grafik dazu, wie gesunder Boden aussieht: ein Ökosystem aus Pilzarten, Bakterien, Milben und anderen Lebewesen. In der folgenden Grafik wird erklärt, wie verschiedene Erdschichten Kohlenstoff binden. Dann geht es um den CO2-Ausstoß der Landwirtschaft: Wird der Boden zu intensiv bewirtschaftet, wird der darin gebundene Kohlenstoff freigesetzt. Weil immer größere Flächen von der Landwirtschaft genutzt werden, gibt es insgesamt weniger Böden, die Kohlenstoff binden.

Einfach zu lesender Einstieg 

Der Klimaatlas eignet sich als Einstieg in das Thema Klimawandel, aber auch, um ökologisches Wissen zu vertiefen. Das Buch macht die Zusammenhänge zwischen verschiedenen biologischen und klimatischen Veränderungen nachvollziehbar. Dabei dient es eher dem Überblick über das weite Feld als einer tiefen Auseinandersetzung mit einem spezifischen Thema. An vielen Stellen verweisen die Grafiken aber auf Webseiten mit weiteren Informationen. 

Aufgrund der einfachen Sprache ist das Buch auch für Schülerinnen und Schüler geeignet. Im letzten Kapitel gibt es Anregungen, wie man selbst nachhaltiger konsumieren kann, etwa indem man weniger Fleisch isst. Der Atlas zeigt aber vor allem, dass es einen grundsätzlichen Wandel braucht. Um der Klimakrise zu begegnen, müsse die gesamte Menschheit zusammenarbeiten, Wälder und Meere schützen, weniger Wasser verbrauchen, schädliche Chemikalien verbieten – kurz, radikal ändern, wie sie mit dem Planeten umgeht.

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