Ecuador
Der Bundestag debattiert über Änderungen am drei Jahre alten Lieferkettengesetz. Doch dieses wirkt und ist praktikabel, sagen zwei Organisationen in einer Studie und warnen, dass es damit in der Praxis bald ein Ende hat.
Sexuelle Übergriffe im kirchlichen Umfeld aufzudecken, ist immer schwierig. Auch im Fall deutscher Priester, die vor Jahrzehnten in Afrika oder Lateinamerika für deutsche katholische Werke arbeiteten und Abhängige missbrauchten.
Vor fünf Jahren klagten die Aktivistinnen einer ecuadorianischen NGO gemeinsam mit weiteren Umweltschutzorganisationen gegen die Abfackelanlagen der staatlichen Ölindustrie im Amazonasgebiet. Trotz Gerichtsurteil brennen sie noch immer. Nun unterstützt Amnesty die Aktivistinnen mit einer Petition. Unser „Mitmachen“ .
Drei Frauen und ein Mann mit multikulturellem Hintergrund erzählen, wie sie sich in anderen Ländern und Kulturen zurechtgefunden haben. Manches Fremde ist bald wie ein Geschenk, anderes nervt und stört, und manches sorgt für Streit und macht Angst.
Im Süden Ecuadors liegt eins der wenigen Gebiete, in denen Bauernfamilien von einer Landreform profitiert haben. Doch jetzt verlieren viele ihr Land wieder. Dabei spielen Korruption und Drogenbanden eine Rolle.
Im Nationalpark Yasuní wird weiter Erdöl gefördert, obwohl 60 Prozent der Ecuadorianer im August 2023 dafür gestimmt haben, das im Block 43 einzustellen. Die Regierung Noboa hintertreibt den Ausstieg.
Ecuador ist in kurzer Zeit zu einem Hauptumschlagplatz für Kokain geworden – und zum Staat mit den meisten Morden in Lateinamerika. Die Regierung setzt nun vor allem auf das Militär, statt soziale und politische Fehlentwicklungen zu korrigieren.
In zwei Referenden hat die Bevölkerung von Ecuador für den Stopp der Ölförderung im Yasuní-Nationalpark und für ein Verbot des Bergbaus im Biosphärenreservat im Chocó Andino gestimmt. Menschenrechtsanwalt Mario Melo äußert sich zu den Ergebnissen.
In Ecuador zeigt die Gewerkschaft der Bananenarbeiter, wie wichtig es ist, dass sich Arbeiterinnen und Arbeiter organisieren. Doch ausgerechnet ein deutsches Entwicklungsprojekt ignoriert das und stützt damit den gewerkschaftsfeindlichen Kurs der ecuadorianischen Regierung.
Ecuador hat 2008 als erstes Land Rechte der Natur in der Verfassung festgeschrieben. Doch der Rechtsweg zu einer intakten Umwelt ist lang.
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