Fast 80.000 Menschen aus dem Kongo in Nachbarländer geflüchtet

Genf - Nahezu 80.000 Menschen sind in den vergangenen Wochen vor der Gewalt im Osten der Demokratischen Republik Kongo in Nachbarländer geflüchtet. Allein in Burundi hätten 61.000 Menschen aus dem Kongo Zuflucht gesucht, teilte das Hilfswerk UNHCR am Dienstag in Genf mit.

Die Mehrheit der Flüchtlinge seien Frauen und Kinder. Bei den Ankommenden handele es sich hauptsächlich um Kongolesinnen und Kongolesen, die bereits durch frühere Konflikte vertrieben worden seien. Einige seien sogar aus weit entfernten Goma gekommen, der Hauptstadt der kongolesischen Provinz Nord-Kivu.

Die Rebellen der Miliz M23 haben weite Teile des Ost-Kongo erobert, Hunderttausende Menschen ergriffen laut UNHCR die Flucht. Viele Menschen litten unter sexueller Gewalt, Plünderungen und Zerstörungen. Die Region sei Schauplatz einer der schlimmsten humanitären Krisen der Welt.

Seit Jahren kämpfen Rebellen und Armee in dem Gebiet um die Macht und die Kontrolle der reichen Bodenschätze.

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