New York, Genf - Israels Entscheidung zum Aussetzen der Hilfslieferungen in den Gaza-Streifen ist laut den UN „alarmierend“. Die UN und ihre Partner müssten Zugang zu den Menschen erhalten, um lebenswichtige Unterstützung zu leisten, erklärte der UN-Nothilfekoordinator Tom Fletcher am Sonntagabend in New York.
Das humanitäre Völkerrecht sei in diesem Fall eindeutig. Die Fortschritte der letzten 42 Tage seit Inkrafttreten der Waffenruhe zwischen Israel und der Terrorgruppe Hamas sollten nicht rückgängig gemacht werden. Fletcher forderte von der Hamas auch, alle verbliebenen Geiseln an die Israelis zu übergeben.
Israels Premierminister Benjamin Netanjahu erklärte laut dem britischen Sender BBC, sein Land habe gehandelt, weil die Hamas die Hilfsgüter gestohlen und „zur Finanzierung ihrer Terrormaschine“ verwendet habe.
Der Regierungschef habe der palästinensischen Gruppe auch vorgeworfen, einen US-Vorschlag zur Verlängerung der Waffenruhe abgelehnt zu haben, nachdem diese am Samstag ausgelaufen war. Israel erklärte, es habe dem US-Vorschlag zugestimmt.
Der Krieg begann 2023, nachdem die Hamas Israel überfallen hatte. Die mehr als zwei Millionen Menschen im Gaza-Streifen sind zum großen Teil auf humanitäre Hilfe von außen angewiesen.